SV Leithaprodersdorf

SVL – Drassburg 1:2 (1:1)

Glücklicher Sieg für Draßburg

Am zwölften Spieltag kam es quasi zum „Gipfeltreffen“, bzw. zu einem spannenden “ Herbstfinale, denn bei einem Leithaprodersdorfer Sieg könnte es noch um einen Dreikampf um den Halbzeitmeister kommen. Aber nach 90 attraktiven Minuten war klar, es kann höchstens noch zu einem Zweikampf kommen, das wissen wir dann am Samstag um 19 Uhr.

Ohne Handler wars vorbei
Offensichtlich waren bei beiden Mannschaften die mangelnden Deutschkenntnis, so konnte man in Leithaprodersdorf das Wort „Heimniederlage“ nicht schreiben, hingegen taten sich die Gäste mit „Auswärtsniederlage“ schwer. Denn der Aufsteiger holte auf eigener Anlage aus sechs Versuchen 14 Punkte, Draßburg trumpfte in der Fremde auf und nahm aus ebenso vielen Spielen zehn Punkte auf die Heimreise. Das man sich daher im Vorfeld auf ein Unentschieden geeinigt hatte, fanreport fehlt aus berechtigten Gründen dazu der Glaube. Von Beginn weg entwickelte sich eine intensive, schnelle Begegnung, dem Ballführenden, ob hüben wie drüben blieb nie Zeit, stets war gleich ein Gegenspieler zur Stelle. Und nach 19 Minuten durften die gut 800 Anwesenden über das erste Tor jubeln, oder auch meckern, kommt auf die Sichtweise des Betrachters an. Die Leithaprodersdorfer Abwehr machte nämlich die „Rettungsgasse“, man war sich uneins, macht in der Mitte auf und Lukas Kornholz sieht den startenden Patrick Handler. Dieser bekommt auch das Leder und schiebt den Ball aus gut 25 Metern am herauseilenden SVL Goalie Stefan Mitmasser vorbei, beinahe verhungernd überquert das Leder die Torlinie. Aber ein paar Minuten später war es um die Offensivherrlichkeit der Gäste geschehen, denn der Torschütze musste verletzt runter. Ab diesem Zeitpunkt konzentrierte man sich bei den Gästen nun zwangsläufig mehr um Defensivaufgaben, denn im Offensivbereich war jetzt Sendepause. Die Hausherrn kamen zwar zu keinen echten Torchancen, sie waren jetzt aber etwas bestimmender und hatten dann auch noch das Glück auf der Seite. Bei einem Zweikampf im Strafraum soll Lukas Grimmer einen Leitharaner gefoult haben, sieht auch Schiri Markus Kouba so, es gibt Elfmeter. fanreport war bei dieser Aktion gut 80 Meter entfernt, nebenstehende Zuschauer durften aber eine geschärftere Optik haben, denn sowas wie „a kloara Öfa“, oder „a Witz der Öfa“ machten die Runde. Patrick Mozelt tritt an, „scheitert“ vorerst an der Stange, den Abpraller beendet Andrej Gabura erfolgreicher – 1:1.

Deutsche Qualität
In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber nicht mehr die Zeit den Ausgleichstreffer psychologisch zu nutzen, also gingen sie im zweiten Spielabschnitt dazu über. Die Heimischen bekamen die Partie mehr und mehr in den Griff, hatten je eine Stange, bzw. eine Latte. Vor allem die Latte hatte es in sich, denn nach Foul von Lukas Kornholz an Gabura gab es am „Zwanzger“ Freistoß, wunderschön von Patrick Mozelt an der Mauer vorbei, nur das Alu stand halt im Weg. Draßburg hatte alle Hände voll zu tun, sammelte scheinbar seine Kräfte und in der 72. Minute ist es soweit, die Gäste gehen zum zweiten Mal in Führung. Wiederum ein Anfängerfehler in der Abwehr der Gastgeber, Holger Knartz, einziger Germanen-Import der Burgenlandliga, geht Richtung Leithaprodersdorfer Tor, wieder kommt Goalie Mitmasser – ob richtig oder nicht, das ist hier wirklich die Frage – aus dem Tor und mit einem wunderschönen Heber ist Knartz erfolgreich. Die letzten 20 Minuten ein offener Schlagabtausch, Spannung, Dramatik und Hektik und ein „Sitzer“ für den eingewechselten Fabian Kornholz aufs 3:1, trotzdem hats für die Männer vom Kogelberg auch so gereicht.

Quelle: www.fanreport.at